Wespenbekämpfung 

5 Fakten zu Wespen: 

Fakt 1: Alle Wespenarten in der Schweiz können stechen - auch mehrmals nacheinander. Am häufigsten stechen die "Gemeinen Wespen" zu.
Andere Wespenarten sind friedlich und stechen nur dann, wenn man zu nahe an ihr Nest kommt oder wenn man z.B. barfuss auf auf sie tritt.
Fakt 2: In der Schweiz ist keine Wespenart geschützt (siehe Rote Liste / Natur- und Heimatschutzgesetz / Natur- und Heimatschutzverordnung)
Trotzdem gilt: Wespennester sollten wenn immer möglich erhalten werden; diese Tiere helfen uns dabei, Fliegen, Mücken und Bremsen zu dezimieren.
Fakt 3: Das Vertreiben von Wespen von einem Gartentisch ist mit einem Wasserzerstäuber, mit einer mit Nelken bespickten Zitrone, mit Rauch oder mit Kräutern (Melisse, Lavendel usw.) nur bedingt bis Mitte Sommer möglich, sofern kein Nest der Deutschen- / Gemeinen Wespe in unmittelbarer Nähe ist:
Die Wespenvölker der Deutschen- / Gemeinen Wespe sind Ende Sommer mit über 2'000 Wespen zu gross, um wirkungsvoll abgehalten werden zu können. 
Fakt 4: Die Wespen verursachen KEINE Schäden an der Baustatik (Balken / Mauerwerk). Sie können aber kleine Mengen an Isolationsmaterial herausbeissen.
Fakt 5: Das Zukleben der Einflugöffnung ins Nest funktioniert oft nicht; die Wespen beissen sich durch ein Klebeband oder durch Montageschaum hindurch.

Wespenbestimmung und Wespennest entfernen

Die Firma ATB Trasec AG bietet Ihnen eine professionelle Wespenbekämfpung in der Region Zofingen an.

Damit wir diese Arbeit für Dritte ausführen dürfen, verfügen wir über die dazu erforderliche Ausbildung in der Schädlingsbekämpfung sowie die notwendigen Gerätschaften wie Leitern, Pulverapplikatoren, Imkerschutzanzüge, Staubsauger und Umsiedlungsboxen.

Nachfolgend erhalten Sie ein paar grundlegende Informationen zum Thema Wespen und Wespenbekämpfung oder Wespenumsiedlung. 

  Wespenbekämpfung ja oder nein?

Die Art der Wespenbekämpfung sollte in erster Linie aufgrund der Wespenart, sowie dem Ort, wo sich das Wespennest befindet, festgelegt werden:
 
Wespenart Vorgehen Begründung
Feldwespe, Mörtelwespe keine Massnahme Kleine Wespenvölker, keinerlei Aggressivität z.B. beim Vorbeigehen
Hornissen Abklärung auch in der Nacht unterwegs, eher friedlich, nur in unmittelbarer Nestnähe (bis ca. 3 m) angriffig
Sächsische Wespe, Mittlere Wespe Umsiedlung mittelgrosse Wespenvölker, eher friedlich, nur bei unmittelbarer Nestannäherung angriffig
Gemeine Wespe, Deutsche Wespe Bekämpfung Sehr grosse Wespenvölker mit über 1'000 Wespen, eher aggressives, lästiges Verhalten

 Betreffend der Lage des Wespennestes gilt: Je weiter entfernt sich das Wespennest von Ihrem täglichen Aufenthalts- oder Durchgangsort befindet, desto eher sollte man von einer Bekämpfungsmassnahme absehen. Ein Wespennest direkt beim Eingang - oder über dem Sitzplatz - ist also eher zu bekämpfen als ein Nest unter dem Dachfirst im Estrich oder in einer Scheune. Denken Sie daran: Die Wespen schützen uns auch vor einem übermässigen Auftreten von Mücken, Fliegen, Raupen und Spinnen indem sie diese markant dezimieren. (Ein Wespenvolk vertilgt bis zu einem halben Kilogramm Insekten pro Tag!)  

Die häufigsten Wespenarten der Schweiz 

Die verschiedenen Wespennest-Arten: 

Mörtelwespen

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Nest: Das Nest besteht aus 5 - 20 einzelnen graubraunen, ca. 2-3 cm grossen Lehm-Kokons

Mitte August schlüpfen die Wespen aus dem Kokon und fliegen anschliessend weg. 

Verhalten: friedlich, harmlos, keine Massnahmen nötig

Vorkommen: In Schuppen und Estrichen, an Mauerwerk und an Fensterrahmen

Feldwespen

 

Nest: 5 -15 cm, offenes, graues Nest ohne Aussenhülle mit etwa 5 - 20 Wespen

Sehr häufig an Metallteilen wie Blechverkleidungen, Wintergärten-Profilen, Dachfenstern 

Verhalten: friedlich, harmlos, keine Massnahmen nötig

Vorkommen: Häufig an Metallteilen und unter Blechabdeckungen auf dem Dach 

Sächsische Wespen

 

Nest: 15-20 cm, grosses, graumeliertes Nest mit weisslichen Streifen und etwa 100 - 200 Wespen

Verhalten: Diese Wespen stechen in der Regel nur bei direkter Annäherung ans Nest

Vorkommen: Oft in Scheunen, Geräteschuppen, unter Dächern und in Sträuchern

Mittlere Wespen

   

Nest: 15 - 25 cm, grosses, graumeliertes Nest mit etwa 150 - 250 Wespen

Verhalten: Diese Wespen stechen in der Regel nur bei direkter Annäherung ans Nest

Vorkommen: An Dachuntersichten, in Sträuchern oder unter Gartentischen

Hornissen

   

 Nest: 30 - 50 cm, grosses, hellbraunes Nest mit 100 - 500 grossen Hornissen

Verhalten: Hornissen stechen in der Regel nur bei direkter Annäherung ans Nest

Hornissen sind auch nachtaktiv und werden dann vom Licht in der Wohnung angezogen.

Vorkommen: Oft in Storenkästen, Kaminen und Vogelhäusern

Deutsche Wespen

   

Nest: 30 - 80 cm, graue, muschelförmige Aussenhaut mit Lüftungsöffnungen, bis 7'000 Wespen

Verhalten: Sehr grosse Wespenvölker, eher lästiges Verhalten, besonders Ende Sommer

Vorkommen: Oft in Storenkästen, Zwischendächern und Estrichen oder im Boden

Gemeine Wespen

   

Nest: 20 - 60 cm, beige, muschelartige Aussenhaut mit Lüftungsöffnungen, bis 5'000 Wespen

Verhalten: Grosse Wespenvölker, aggressiv und lästig (verursachen am meisten Wespenstiche!)

Vorkommen: Oft in Storenkästen, Zwischendächern und Estrichen oder im Boden

Aktuell: Grosse Wespenansammlungen in Weidenbäumen

Aktuell (ab August 2020) haben wir viele Anfragen wegen Weiden, welche von tausenden von Wespen bevölkert werden. Die Wespen haben jedoch nicht etwa ihr Nest in diesen Weiden angelegt; sie kommen wegen den dort vorhandenen grossen Blattläusen, welche ein Sekret - den Honigtau - ausscheiden, welcher für viele Wespen- und Bienenarten als Delikatesse gilt. An einer einzigen Weide können sich an warmen Nachmittagen tausende Wespen von verschiedenen Wespenarten aufhalten. Unter anderem haben wir an den betroffenen Weiden folgende Wespenarten festgestellt: 

Gemeine Wespe
Deutsche Wespe
Feldwespe
Schwebefliegen und viele andere Fliegenarten
Interessanterweise stellten wir keinerlei Bienen fest - obwohl auch diese den Honigtau lieben.
Wir gehen davon aus, dass sich die Bienen zurückziehen, sobald die "Wespeninvasion" beginnt.

Leider gibt es zur Bekämpfung solcher grossen Wespenansammlungen keine Fernhaltemassnahmen. Solange die Weide von Läusen bevölkert ist und diese ihren klebrigen, süssen Honigtau ausscheiden, zieht das auch die Wespen magisch an. Die Weide müsste also schon komplett entfernt werden, was aber aus ökologischer Sicht bedenklich wäre. Allenfalls kann versucht werden, mit einem Wasserschlauch die Blattläuse und den klebrigen Honigtau etwas abzuspritzen und so die Anziehungskraft der Weide zu reduzieren. Da dies aber regelmässig wiederholt werden müsste, ist vermutlich auch das keine wirkliche Alternative für den Hausgarten. Somit bleibt als einfachste Massnahme, die Umgebung der Weide während einigen Wochen zu meiden und die Weide den Insekten zu überlassen.

Ergänzend sei noch erwähnt, dass ab Mitte August natürlich auch die verschiedenen Obstarten wie Trauben, Äpfel, Birnen, Pflaumen usw. die Wespen stark anziehen. Auch in diesen Fällen können die zahlreich auftretenden Wespen nicht davon abgehalten werden, vom "gedeckten Tisch" zu naschen. Durch regelmässiges Einsammeln des heruntergefallenen Obstes, kann man das Wespenaufkommen in Grenzen halten. 

Wespen-Umsiedlung

Wespenarten wie z.B. die "Feldwespe" oder die "Mörtelwespe" sind nicht angriffslustig und stechen höchst selten. Sie werden deshalb von uns in der Regel nicht mit Insektiziden bekämpft, sondern an Ort und Stelle belassen oder allenfalls umgesiedelt.

Ebenfalls umgesiedelt werden durch uns die Nester der "Sächsischen Wespe" und der "Mittleren Wespe". Zur Umsiedlung lösen wir das ganze Nest mit einem Spachtel vom Untergrund und legen dieses dann samt den Wespen in eine Transportbox. Danach werden die Wespen inkl. ihrem Nest  in einen Wespenkasten übersiedelt und etwas abseits der Zivilisation wieder ausgesetzt. In wenigen Tagen wird das von oben in den Wespenkasten eingelegte Nest von den Arbeiterinnen wieder fest an den Querhölzern im Kasten verankert (siehe Bild rechts). So können die Wespen weiterhin ihre wichtige Aufgabe als natürliche Schädlingsbekämpfer wahrnehmen.

 
Entfernung eines Wespennestes mit einem Spachtel Frisch umgesiedeltes Nest einer Sächsischen Wespe  Umgesiedeltes Nest einer Mittleren Wespe  

Wespenbekämpfung 

Professionelle Wespenbekämpfung in der Schweiz

Im Bild links: Ein Pulverapplikator PA2 zur professionellen Wespenbekämpfung: Mit Hochdruck (aus CO2-Kapseln) wird das Insektizid-Pulver direkt in Mauerritzen, Täferfugen Storenkästen oder unter Ziegel geblasen. Das Nest muss bei dieser Bekämpfungsmethode also nicht zwingend sichtbar sein. Es genügt, wenn man festgestellt hat, wo sich die Einflugöffnung des Wespennestes befindet. Der Pulverapplikator PA2 kann mit Teleskopstangen auf bis zu 3 m verlängert werden.  So können Wespennester bis auf eine Höhe von ca. 5 Metern bekämpft werden.

In der Regel werden von uns nur Wespenvölker der "Deutschen Wespe" und der "Gemeinen Wespe" mit Bioziden bekämpft. Diese beiden Wespenarten sind lästig und können auch gefährlich werden, da sie oft in sehr grosser Anzahl (mehrere 1'000 Tiere pro Nest!) auftreten und deshalb in direkter Hausnähe für Kinder und Allergiker ein Risiko darstellen können. Oft treten diese beiden Wespenarten auch erst Ende Sommer in Erscheinung, wenn sie sich in kalten Nächten durch Mauer- oder Holzritzen ins Gebäudeinnere zurückziehen und dann plötzlich in der Wohnung herumfliegen oder halbtot auf dem Zimmerboden herumliegen. (Typisch im Herbst bei Zimmern mit Holztäferverkleidung und unsachgemäss angebrachter Dampfsperre). 

Aus folgenden Gründen raten wir davon ab, eine Wespen- oder Hornissenbekämpfung selber durchzuführen:

- Gefahr durch Wespen oder Hornissen attackiert zu werden
- Gefahr von Stürzen von Leitern oder Dächern
- Gefahr beim Einsatz von chemischen Produkten
- Starke Brand- und Explosionsgefahr bei Wespensprays
- Schäden an Fassaden, Wänden oder Möbeln
- Mangelnde Kenntnisse von biologischen Abläufen
- Fehlende Schutzausrüstung 

 

 Umwelt-gefährdend 

Achtung: Brandgefahr beim Einsatz von Wespensprays!

 Polizeimeldung Sommer 2019:

Berikon AG - Eine eher aussergewöhnliche Art der Wespenbekämpfung hat am späten Montagnachmittag zum Brand eines Mehrfamilienhauses und einem Schaden von 500'000 Franken geführt. Der Mieter einer Dachwohnung hatte die Wespen zuerst mit einem Wespenspray, dann mit einem Feuerzeug bekämpft. Dabei seien freigesetzte Dämpfe vermutlich entzündet worden, teilte die Aargauer Kantonspolizei mit. Durch das Feuer brannten der Dachstock und zwei Wohnungen des Sechsfamilienhauses fast vollständig aus. AZ

 

 Leicht entflammbar 

 

 Wespensprays sind leider oft nicht zielführend, da sie nur bei den eher harmlosen Wespenarten (Feldwespe, Sächsische Wespe und Mittlere Wespe) wirkungsvoll eingesetz werden können, da nur dort die Nester gut sichtbar sind. Gerade diese Wespenarten sollten wir jedoch nicht bekämpfen sondern umsiedeln. Bei den beiden lästigen und angriffigen Wespenarten (Deutsche- und Gemeine Wespe) nützen die Sprays in der Regel ab Sommer nicht mehr viel, da der Wirkstoff nicht bis zum verborgenen Nest gelangt und somit höchstens Einzeltiere abgetötet werden. Deshalb sind Erfolge mit Wespensprays im Sommer und Herbst eher selten zu verzeichnen. Verzichten Sie deshalb auf den gefährlichen Einsatz von Wespensprays! 

Achtung: Wespensprays sind hoch-entzündlich! Beachten Sie dies, falls Sie solche Sprays in Innenräumen anwenden! Wenn sie den Spray z.B. in eine Zwischendecke sprayen und dann eine Lampe einschalten, kann es zu einer Explosion mit anschliessendem Brand kommen!

Wespenbekämpfung mit Insektiziden

Für die Bekämpfung der Deutschen- oder Gemeinen Wespe verwenden wir Stäubemittel mit dem Wirkstoff Bendiocarb oder Wespensprays mit dem Wirkstoff Permethrin. Beides sind Wirkstoffe für eine effiziente Wespenbekämpfung. Sie sollten aber (vom Fachmann) sehr zurückhaltend eingesetz werden.

Das Stäubmittel wird mit dem Pulverapplikator PA2 mit Druckluft in das Wespennest gestäubt. Dazu muss das Wespennest nicht zwingend sichtbar sein. Es genügt, wenn der ca. 0.6 cm dünne Schlauch des Pulverzerstäubers z.B. in eine Mauerritze gesteckt werden kann. Die Wirkung setzt bei diesem Biozid rasch ein und innert 24 Stunden sind in der Regel auch bei grossen Nestern, wie sie ab August bestehen, keine Flugbewegungen mehr zu beobachten. Hinweis: Trotz einer erfolgreichen Bekämpfung können die im Nest verpuppten Larven im Herbst noch während einigen Tagen nachschlüpfen und so finden solche "Nachzügler-Wespen" dann oft trotzdem noch einen Weg ins Gebäudeinnere, obwohl aussen am Nest keine fliegenden Wespen mehr sichtbar sind. 

Biologische Wespenbekämpfung

Alternativ zu den oben erwähnten Bioziden steht auch das biologische Produkt "Kieselgur" (Diatomeenerde) zur Verfügung. Dieses staubförmige Silizium-Pulver wird besonders in Bereichen der Lebensmittelindustrie oder in Küchen angewendet. Der Erfolg tritt bei diesem Naturprodukt - welches aus den Schalen fossiler Kieselalgen besteht - in der Regel erst nach etwa 3-5 Tagen ein. Die Wirkungsweise von Kieselgur besteht darin, dass die mikroskopisch kleinen, scharfkantigen Siliziumpartikel den Chitinpanzer der Wespen zerkratzen. Dadurch entstehen im Chitinpanzer Risse und die unter dem Schutzpanzer gespeicherte Feuchtigkeit kann entweichen. Das führt dann dazu, dass die Wespe austrocknet und stirbt.

Das Wespenvolk der Deutschen Wespe 

Arbeiten ausserhalb des Nestes: Arbeiten innerhalb des Nestes:

     

 In der Bildmitte oben ist eine grosse Königin, rechts davon eine Wespendrohne zu sehen. Daneben sind diverse Arbeiterinnen mit dem Nestbau beschäftigt. Je nach Alter der Wespen, haben diese verschiedene Aufgaben zu erledigen: Neben der Nahrungs-beschaffung und der Bewachung des Einganges gibt es auch Wespen, welche für das Klima verantwortlich sind: Diese Wespen öffnen oder schiessen - je nach Wetterlage - die Lüftungsöffnungen bei ihrem Wespennest. Bei grosser Hitze fächeln sie mit ihren Flügeln wie ein Venilator Frischluft ins Nest.

 Die Wespenwaben sind innerhalb der Nestkugel in mehreren "Etagen" angelegt. Rechts auf dem Bild eine grosse Königin bei der Eiablage, die anderen, kleineren Wespen sind Arbeiterinnen, welche für die Brutpflege (Fütterung und Reinigung der Wespenmaden) verantwortlich sind. Unterhalb der Königin, im untersten Stockwerk, sieht man den Kopf einer schlüpfenden Wespe. In den mit einem weissen Deckel verschlossenen Waben haben sich die Wespenmaden bereits verpuppt.

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Einblick in ein Hornissennest

 

Dieses Nest ist gut 50x40x30 cm gross Die Aussenhülle dient als Schutz. Sie ist ca. 10 cm dick    Im Innern liegen etwa 4 - 8 Waben-Etagen übereinander Das Nest wird vom Unter-grund gelöst umgesiedelt Jede Etage beinhaltet jeweils etwa 300 einzelne Waben 

Die Hornissen bauen ihr Nest aus abgekautem Altholz, welches sie im Sommer in grossen Mengen benötigen. Die Aussenhaut des Nestes besteht aus mehreren Zellulose-Schichten, welche das Nest mit den Waben vor Hitze und Kälte schützen. Zudem dient die kartonähnliche Aussenhaut auch als Schutz vor Fressfeinden, wie etwa dem Marder. Dieser würde noch so gerne das Nest plündern und die energiereichen Hornissenmaden verspeisen.

Sobald das Hornissennest mit den Waben bereit ist, legt die Königin in jede Wabe ein Ei. Daraus entwickelt sich dann in ein paar Wochen eine gelbliche, etwa 2 cm grosse Made (gut auf dem Bild 2 unter dem Nest zu erkennen: herausgefallene Maden). Sobald sich die Made verpuppt, werden die Waben mit einem weissen Deckel verschlossen. Nach ein paar Wochen schlüpfen daraus die jungen Hornissen. Diese beissen sich dann in mühsamer Arbeit durch den weissen Deckel hindurch. Dieses "knabbern" ist auch in der Nacht gut hörbar, z.B. wenn sich das Hornissennest über einem Schlafzimmer befindet. Siehe Video: 

Kosten der Wespenbekämpfung oder der Wespen-Umsiedlung

Für die Bekämpfung oder Umsiedlung eines Wespennestes verrechnen wir in der Region Zofingen/Reiden/Olten pauschal Fr. 280.-, sofern das Nest direkt oder mit einer einfachen Leiter (bis ca. 5 Meter Höhe) erreicht werden kann. 

In unserem Pauschalpreis ist eine Besichtigung und Beratung, die Wespenbekämpung oder Umsiedlung sowie eine Nachkontrolle bzw. die Entfernung des Nestes inkl. Kilometerkosten (Region Zofingen) inbegriffen. Für Einsätze ausserhalb der Region Zofingen erfolgt ein Kilometerzuschlag gemäss Absprache.

Die Variante der Umsiedlung eines Wespennestes ist für uns etwas aufwändiger. Trotzdem bieten wir auch diese Variante zum selben Preis an - also pauschal Fr. 280.- inkl. Umsiedlung an einen geeigneten Ort in der Region Zofingen (Waldrand, Bachlauf). 

Hornissennest in einem Kamin 

 

Vorgehen / Ablauf einer Wespenbekämpfung

Wenn Sie von Wespen geplagt werden, oder wenn die Wespen regelmässig durch eine Öffnung in Ihre Wohnung gelangen, ist für uns wichtig, dass wir die genaue Einflugöffnung kennen, damit wir dort gezielt die Bekämpfung durchführen können. Deshalb verläuft bei uns eine Wespenbekämpung in der Regel in drei Arbeitsschritten, welche alle im Pauschalpreis inbegriffen sind:

1. Besichtigung des Wespennestes bei warmem Wetter, wenn die Tiere aktiv sind. Bestimmung der Wespenart und der Lage des Wespennestes, Wahl der geeigneten Massnahmen (z.B. Umsiedlung oder Bekämpfung) und Bestimmung des dazu notwendigen Materials wie z.B. der Leiterngrösse und der Bekämpfungsmethode.

2a. Umsiedlung der Wespen, z.B. bei Haus-Feldwespen, indem das ganze Nest vom Untergrund gelöst und dann samt den Wespen in eine Transport-Box gelegt und an einen anderen Ort überführt wird, oder:

2b. Bekämpfung der Wespen, z.B. bei Gemeinen Wespen, mittels Insektizid, welches mit Druckluft in die Gebäuderitzen oder Einflugöffnungen gestäubt wird. 

3. Nachkontrolle und / oder Reinigung nach etwa 10 Tagen falls dies notwendig bzw. möglich ist. Reinigung und / oder Entfernung des Wespennestes je nach Situation, Absaugen der Nest- und Tierreste mit einem Staubsauger sofern das Nest zugänglich ist.

Tipp: Wenn Sie für die Beseitigung eines Wespennestes einen Fachmann beiziehen, können Sie die anfallenden Kosten teilweise weiter verrechnen:

Kostendeckung "Schädlingsbekämpfung" durch Ihre Versicherung 

Bei einigen kundenfreundlichen Haushalt- und Hausratversicherungen ist die Entfernung eines Wespennestes durch einen Fachmann in der Grund- oder Zusatzversicherung enthalten (z.B. bei der "Mobiliar" oder der "Helvetia"). Je nach Versicherungsvertrag werden dabei die Kosten einer professionellen Wespenbekämpfung von der Versicherung ohne Selbstbehalt übernommen. Erkundigen Sie sich doch vorgängig bei Ihrer Versicherung.

Kostenübernahme durch Vermieter

Wer als Mieter in einem Haus oder in einer Wohnung wohnt, sollte vor einem Aufgebot eines Profis für die Wespenbekämpfung mit dem Vermieter sprechen. Da die Entfernung eines Wespennestes nicht nur das erforderliche Fachwissen voraussetzt, sondern auch eine entsprechende Ausrüstung und Schutzbekleidung notwendig macht, sind hier die Anforderungen von OR Art. 259 a erfüllt, was bedeutet, dass der Vermieter die Kosten für eine professionelle Wespenbekämpfung zu tragen hat. (Es handelt sich hier also nicht mehr um einen "kleinen Mangel" gemäss OR 259, welchen der Mieter selber ausführen müsste, wie z.B. einen Glühlampenwechsel).

Wichtig: Nicht jedes Wespennest muss zwingend bekämpft werden!

Wann soll ein Wespennest entfernt werden?

In der Regel werden Wespennester nur dann entfernt, wenn die Wespen eine unmittelbare Gefahr für Personen darstellen, z.B. wenn sich das Nest direkt über dem Sitzplatz befindet oder wenn im Gebäude eine Person mit Wespenstichallergie wohnt .

Die meisten Einsätze leisten wir im Sommer - oder im Herbst, wenn die Wespen durch Ritzen in den Zimmerdecken ins Gebäudeinnere gelangen. In allen anderen Fällen raten wir davon ab, die Wespen zu bekämpfen. Denn Wespen sind auch sehr nützliche Schädlingsvertilger; sie fangen in grossen Mengen Insekten wie Fliegen, Mücken, Bremsen, Spinnen usw.

Spätestens Ende Jahr sterben die Wespen übrigens alle ab und das Nest wird im Folgejahr nicht mehr verwendet! Nur die Jungköniginnen überleben den Winter und gründen dann im Frühling ein neues Wespenvolk. Manche Wespenarten - z.B. Hornissen - benützen über Jahre hinweg denselben Standort für ihr Nest, sofern dieser über ein gutes Futterangebot verfügt und die Tiere nicht gestört werden.

Ablauf einer Wespennest-Entfernung:

A) Lösen des ca. 60 cm breiten Wespennestes vom Untergrund (hier eine Pavatex-Platte) mit einem grossen Spachtel.
Bei diesem Nest handelt es sich um ein Nest der "Gemeinen Wespe", gut erkennbar an der schönen, muschelartigen, hellbraunen Maserung.
   
   
 

B) Öffnen des Nestes: Links die 10 cm dicke Isolationsschicht, in der Mitte das Wespennest mit 6 runden Wabenstockwerken, rechts ein altes Wespennest

Entfernung der Nestreste mit Spachtel und Staubsauger 

Durch die Wespenvölker entstehen keine Schäden an der Baustatik (Holz / Balken / Mauerwerk oder Elektrokabel in Storenkästen), teilweise beissen die Wespen jedoch kleine Mulden in die Isolation. Diese sind aber nur minim (ungefähr Faustgrösse bei einem grossen Wespennest; siehe Bild unten: Vertiefung im oberen Bereich der Dämmmate aus Glaswolle ca. 15 x 10 x 6 cm).

Wespenstiche 

Hinweis in eigener Sache: Alle Bilder auf dieser Homepage wurden von mir selber gemacht. Die Wespen- und Hornissenbilder waren nicht ganz einfach zu erstellen, da alle Wespenarten angreifen, wenn man sich an ihrem Nest zu schaffen macht. - Und selten gelang eine Aufnahmeserie ganz ohne einen Stich! 

Betreffend den Wespenstichen kann ich deshalb folgendes Fazit abgeben: Je kleiner die Wespe, desto schmerzhafter ist der Stich: Die Gemeinen Wespen führen in meiner Stich-Liste: Sie stechen mit Abstand am häufigsten und ihr Stich ist relativ schmerzhaft und hält etwa 3-4 Wochen an. Demgegenüber sind die Hornissen trotz ihrer Grösse wenig stichfreudig und ihr Stich schmerzt auch nicht so stark und hält maximal eine Woche an. Ich werde also definitiv lieber von einer grossen Hornisse gestochen als von einer kleinen Wespe...

Gegen die Stiche hilft in erster Linie eine möglichst rasche Kühlung, danach die Anwendung eines Insektenstiftes wie z.B. "Parapic" und - bei Stichen von Gemeinen oder Deutschen Wespen - zusätzich die Einnahme von Tabletten z.B. das "Allergie-Notfallset" von Axapharm mit je 2 Prednison- und 2 Loratin-Tabletten (Antihistaminicum). Personen mit allergischen Reaktionen (Schwindel, Atemnot, Bewusstlosigkeit) sollten sofort zum Arzt oder in ein Spital überführt werden, notfalls via Rettungsdienst Telefon 144 oder mit der Rega, Telefon 1414.

Wespenkalender

Monat:

Wespenart:

Tipp / Bekämpfung:

April

friedliche Feldwespen aktiv,

Königinnen anderer Wespen suchen einen Nestplatz.

keine Bekämpfung notwendig / sinnvoll
Mai

Mittlere Wespe und Sächsische Wespen bauen ihre Nestkugeln, Feldwespen sind aktiv.

Umsiedlung, keine Bekämfung

Juni Alle Wespenarten sind nun aktiv mit dem Bau / Ausbau ihres Nestes beschäftigt. Die zuerst Pingpong-Ball grossen Nester erreichen nun die grösse eines Handballs.

Umsiedlung der Sächsischen- und der Mittleren Wespen.

Bekämpfung der Kurzkopfwespen-Arten mit Spray oder mit Pulver.

Juli Die Wespennester erreichen nun die grösse eines Fussballs und man wird an warmen Tagen auf die Wespen aufmerksam. Oft hört man nun das Rascheln der Wespen auch innerhalb eines Gebäudes. Trotz der oft grossen Hitze halten es z.B. die Feldwespen auch auf 60° heissen Blechabdeckungen aus.

Umsiedlung der Feldwespen sowie der Sächsischen- und der Mittleren Wespen. 

Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten nur noch mit Pulver sinnvoll.

August

Mitte August schlüpfen die Mörtelwespen aus ihren Lehmkokons und verlassen dann ihr "Wirtshaus". Während die Nester der Deutschen- und Gemeinen Wespe nun Tag für Tag grösser werden und langsam die Grösse eines Medizinballs erreichen, sterben die Sächsischen Wespen und die Mittleren Wespen bereits wieder ab.

Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten (Gemeine und Deutsche Wespen) mit Pulverzertäuber.
September Im September sind meistens Deutsche und Gemeine Wespen, sowie Hornissennester zu bekämpfen. Diese Wespenarten haben nun Hochsaison. Die Wespenvölker erreichen jezt ihre maximale Grösse. Infolge abnehmendem Nahrungsangebot werden die Wespen nun angriffiger und es kommt dadurch vermehrt zu Wespenstichen von Gemeinen und Deutschen Wespen, selten von Hornissen. Bekämpfung der Kurzkopf-Wespenarten mit Pulverzerstäuber.
Oktober In den ersten kalten Nächten dringen die Gemeinen- und Deutschen Wespen nun allmählich von draussen in die Wohnung ein. Sie nutzen dazu kleine Löcher oder Spalten - meistens in Täferdecken - und gelangen so vom Unterdach her in den Wohnbereich. Da die Wespen nun regelmässig bei kalten Temperaturen in die Wohnzimmer gelangen, müssen diese Wespen fachmännisch entfernt werden.

Es werden keine neuen Wespennester mehr gebaut.

Bekämpfung der Gemeinen und Deutschen Wespen, welche jetzt durch Mauerritzen ins Gebäudeinnere gelangen.

November Das Wespenjahr geht langsam auch für die Deutschen und Gemeinen Wespen zu Ende. Sobald die ersten Frosttemperaturen eintreten, sterben die Wespen- und Hornissenvölker ab. Nur noch sehr vereinzelte Wespen-Einsätze, meistens im Innenbereich mit Täferdecken.
Dezember In der Regel sind im Dezember kaum noch Wespen unterwegs. Ausgenommen sind die Königinnen, welche sich nun einen geeigneten Platz für die Überwinterung suchen. Die Wespenvölker (Arbeiterinnen) sterben alle ab und überleben den Winter nicht. Saisonende; keine Behandlungen mehr angebracht.

Andere, ähnliche Insekten: 

Bienen

Im Mai und Juni schwärmen die Bienen aus. Bienen sind in der Regel nur hell- und dunkelbraun gestreift, im Gegensatz zu Wespen, welche eine gelbschwarze Färbung aufweisen.

Falls Sie also im Mai / Juni Beobachtungen von grossen Bienenschwärmen machen, melden Sie dies einem Imker in der Nähe. Dieser kann den Bienenschwarm einfangen, sobald sich der Schwarm niedergelassen und zu einer "Traube" geformt hat. Den Schwarm kann er dann in sein Bienenhaus mitnehmen und damit ein neues Bienenvolk gründen. 

Die Gemeinde oder die Polizei kann Ihnen Angaben zum nächsten Imker machen.

Bienen gehören deshalb nicht in unser Aufgabengebiet.

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Hummeln

Gleich wie die Wespen und Bienen verhalten sich auch die Hummeln: Auch sie bauen im Mai / Juni ein neues Nest. Die dicht behaarten Hummeln weisen in der Regel die Farben schwarz / gelb / weiss auf und sind fast doppelt so breit wie die Wespen. Im Gegensatz zu Wespennester sind die Hummelnester aber wesentlich kleiner: Ein Hummelnest hat meistens nur etwa 20 - 100 "Bewohner". Da Hummeln recht gutmütig sind und äusserst selten stechen, werden diese Tiere von uns nicht bekämpft. Tipp: Im Herbst sterben die Hummeln - analog den Wespen wieder ab. Lassen Sie diese Nützlinge also die paar wenigen Monate überleben!

   

Junikäfer

Besonders im Juni und Juli schwirren an warmen Abenden viele Junikäfer um unsere Häuser herum. Dabei handelt es sich nicht etwa um Wespen, auch wenn deren Hinterleib ebenfalls helle und dunkle Streifen aufweist. Der Junikäfer kann nicht stechen und ist ungefährlich. Deshalb wird er von uns auch nicht bekämpft.

   

Hinweis: Die Angaben auf dieser Homepage beziehen sich auf das Schweizer Rechtssystem.

In Deutschland und Österreich gelten teils andere, strengere Richtlinien zur Schädlingsbekämpfung!

Online-Formular Wespenbekämpfung

Tipp: Der Code besteht aus 5 Zeichen (Zahlen und Kleinbuchstaben). Die dünneren Kritzel vor dem ersten Zeichen gehören nicht dazu.